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Schwerpunkte des Französischunterrichts in der Sekundarstufe I (Jahrgang 6-10)

Der Unterricht in der Sekundarstufe I orientiert sich am Kerncurriculum:

Im Französischunterricht ist das übergeordnete Ziel die interkulturelle Kompetenz, die sich in die Teilkompetenzen Hörverstehen/Hörsehverstehen, Leseverstehen, Schreiben, Sprechen und Sprachmittlung untergliedert.

Was verbirgt sich hinter diesem Satz?

Um Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund verstehen zu können und entsprechend reagieren zu können, müssen sich die Schüler*innen ihrer Einstellungen sowie der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kulturen bewusst werden.

Dies geschieht im Unterricht durch die Auseinandersetzung mit Texten (Leseverstehen), Hördokumenten (Hörverstehen), kleinen Filmsequenzen (Hörsehverstehen), usw. Auf deren Basis werden Texte schriftlich verfasst (Schreiben), über die Inhalte gesprochen oder es wird zu anderen Themen diskutiert (Sprechen). Dabei wandelt sich der Unterricht im Laufe der Jahre immer mehr in Richtung eines einsprachig-französischen Unterrichts. Nur hinter der Kompetenz Sprachmittlung versteckt sich eine bewusst zweisprachige Kommunikation. In der Sprachmittlung sollen Texte in die jeweils andere Sprache unter Hinzufügen von kulturellen Informationen, die zum Verständnis für eine Person eines anderen Kulturkreises notwendig sind, übertragen werden. So braucht z.B. ein Franzose die Information, dass ein Café in Deutschland (Ort, an dem man Kaffee trinken und Kuchen essen kann) nicht mit einem Café in Frankreich (ähnlich einer Bar), sondern eher einem Salon de Thé in Frankreich (Tee-Salon) entspricht. Bis einschließlich Jahrgang 8 kann die Sprachmittlung in beiden Sprachrichtungen erfolgen, ab Jahrgang 8 soll nur noch vom Deutschen ins Französische gemittelt werden.

Das Erreichen dieser Kompetenzen wird neben der Mitarbeit im Unterricht auch in Form von mündlichen Sprechprüfungen (in Jahrgang 8 und 10) sowie von schriftlichen Arbeiten überprüft.

Themen unseres Lehrwerks

Während der Sekundarstufe I arbeiten wir mit dem Lehrwerk Découvertes Série jaune vom Klett-Verlag. Nachfolgend geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über Themenschwerpunkte während der Jahrgänge 6 bis 10.

Wir nehmen uns für die ersten beiden Bände des Lehrwerks mehr Zeit, um eine gute Basis im Anfangsunterricht zu legen. Somit bleibt neben notwendigen Wiederholungen und vertiefenden Übungen auch Zeit für Motivierendes abseits des Lehrbuchs.

Französisch als 3. Fremdsprache

Für besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 8 und 9 bieten wir grundsätzlich alle zwei Jahre neu beginnend den Interessierten einen jahrgangsübergreifenden, wahlfreien, zurzeit dreistündigen Kurs „Französisch als 3. Fremdsprache“ an.

Gearbeitet wird dort mit dem sehr ansprechend für die Altersgruppe der Jugendlichen gestalteten Werk „Le Cours intensif“ des Klett-Verlages aus dem Jahr 2018. Die Teilnehmenden erlernen dabei nicht nur anhand des vielfältigen und abwechslungsreichen Materials eine weitere moderne Fremdsprache zu sprechen und zu schreiben, sondern werden am Ende des dritten Lernjahres auch dazu ermuntert, an einer landeseinheitlichen Prüfung für das Sprachzertifikat „DELF“ teilzunehmen. Dieses erleichtert ihnen je nach erreichter Stufe, an französischsprachigen Universitäten ohne eine erneute Sprachprüfung aufgenommen zu werden oder auch bei späteren Bewerbungen das entsprechende Sprachniveau vom französischen Staat zertifiziert nachzuweisen.

Eine Abfrage der an einer verbindlichen Teilnahme interessierten Schülerinnen und Schüler wird in diesem Schuljahr in den jetzigen 7. und 8. Klassen kurz vor oder unmittelbar nach den Sommerferien stattfinden. Für die Einrichtung des Kurses ist eine zweistellige Anzahl von Interessierten erforderlich.

Sprechprüfung im Fach Französisch

In unserer globalen Welt spielt die Sprechkompetenz eine immer größere Rolle. Um dem Stellenwert gesprochener Kommunikation gerecht zu werden, wird auch in den modernen Fremdsprachen die Kommunikationsfähigkeit und mehrsprachige Handlungskompetenz der Lernenden gezielt geschult.

Die Sprechprüfung dient dazu, das Gelingen kommunikativer Absicht zu überprüfen und ersetzt eine schriftliche Klassenarbeit pro Doppelschuljahrgang. Die Sprechprüfung findet jeweils in Jahrgang 8 und 10 im zweiten Schulhalbjahr statt und dauert etwa 15-20 Minuten. Es handelt sich um eine Partner- bzw. Gruppenprüfung, die in der Regel von der jeweiligen Fachlehrkraft abgenommen sowie von einem Protokollanten bzw. einer Protokollantin dokumentiert wird. Es gibt keine Vorbereitungszeit, da die Lernenden in möglichst authentischen Sprechsituationen spontan sprachlich handeln sollen.

Die Sprechprüfung ist in drei Teile gegliedert: Zunächst werden die Prüflinge zu einem Thema wie Hobby, Beruf oder Familie und Freunde interviewt. Anschließend folgt ein Monolog, beispielsweise eine Bildbeschreibung. Abschließend treten die Prüflinge zu einer Fragestellung bzw. einem Thema in den Dialog. Hierbei ist wichtig, die eigene Position sprachlich und inhaltlich verständlich zu äußern, auf den Gesprächspartner bzw. die Gesprächspartnerin angemessen einzugehen sowie gemeinsam Problemlösestrategien zu entwickeln. Thematisch ist die Sprechprüfung an die Themenfelder des Kerncurriculums angelehnt (Freizeit, Hobby, Aufenthalte bzw. Austäusche im Ausland, Berufswelt). Bewertet werden das kommunikative Handeln, die sprachliche Flexibilität und Kohärenz, der Wortschatz sowie die Aussprache, Betonung und Satzmelodie. In Anlehnung an die Niveaustufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens werden die genannten Kriterien auf einer Skala von 0-5 beurteilt.

Im Unterricht wird die Sprechprüfung sowohl inhaltlich als auch sprachlich vorbereitet, sodass die Lernenden Redemittel erlernen, die sie spontan in unterschiedlichen Sprechsituationen anwenden.

Bewertung im Fach Französisch - Sek I

Im Französischunterricht sind die Ergebnisse mündlicher, schriftlicher und andere fachspezifische Lernkontrollen Teil der Leistungsbewertung. Diese Ergebnisse basieren auf der permanenten Beobachtung und Begleitung der individuellen Lernprozesse unserer Schülerinnen und Schüler.

Teil der mündlichen und anderen fachspezifischen Kontrollen sind neben den Beiträgen zum Unterrichtsgeschehen u.a. das Anfertigen und Vortragen von Hausaufgaben, Erarbeitung und Darstellen von Rollenspielen, Präsentationen und sinngestaltendes Lesen. Auch der aktiven Mitarbeit während verschiedener Sozialformen (Partner- und Gruppenarbeit) messen wir eine große Bedeutung bei und ziehen das Vortragen der Ergebnisse dieser kooperativer Arbeitsphasen zur Leistungsfeststellung heran.

Im Rahmen der schriftlichen Leistungsüberprüfungen werden die im Französischunterricht erworbenen Kompetenzen überprüft und je nach Schwerpunktsetzung des Unterrichts unterschiedliche Akzente in den Bereichen Hörverstehen, Leseverstehen, Hör-/Sehverstehen, Sprachmittlung und Schreiben gesetzt.

In den Jahrgängen 6-10 gibt es pro Halbjahr zwei schriftliche Leistungsüberprüfungen. In den Jahrgängen 8 und 10 wird im 2. Halbjahr eine schriftliche Arbeit durch eine Sprechprüfung ersetzt, der eine intensive Vorbereitung im Unterricht vorausgeht.

Der Feedbackbogen, den die Lernenden ab der Mittelstufe mit Rückgabe der Klassenarbeit/Klausur erhalten sorgt zusätzlich für Transparenz, setzt Impulse für individuelle Lernziele und dokumentiert persönliche Lernfortschritte.

Insgesamt gehen die mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen mit bis zu 60% und die schriftlichen Leistungsüberprüfungen mit bis zu 40 % in die Note ein.

Brigitte-Sauzay-Programm

Schon seit einigen Jahren nehmen an unserer Schule pro Jahr etwa vier bis fünf Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs am dreimonatigen Brigitte-Sauzay-Programm teil und tauchen während dieser Zeit in den Alltag, die Kultur und die Sprache des Nachbarlandes ein.

Während die französischen Schülerinnen und Schüler von März bis Juni zu Gast bei ihren deutschen Austauschpartnern/-partnerinnen sind, brechen diese ab September für drei Monate zum Gegenbesuch nach Frankreich auf.  Hierbei besteht der Austausch zwischen Niedersachsen und den französischen Partnerregionen Aix-Marseille, Reims, Rouen und Toulouse.

Schau dir die Erfahrungsberichte einiger Teilnehmer an und erfahre aus erster Hand, was sie in Frankreich erlebt haben:

Ist dein Interesse geweckt? Dann wende dich an deinen Französischlehrer/deine Französischlehrerin oder informiere dich direkt beim Deutsch-Französischen Jugendwerk:

https://www.dfjw.org/programme-aus-und-fortbildungen/brigitte-sauzay-programm.html

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